
Ödipus sieht sich mit seinem Schicksal konfrontiert. Ihm wird vorausgesagt, dass er Vatermord und Inzest begehen wird. Der junge Mann scheint dieser Prophezeiung kaum entkommen zu können. Je mehr er sich gegen seine Bestimmung wehrt, desto sicherer scheint sie ihren Lauf zu nehmen.
„König Ödipus“ wurde vielfältig bearbeitet – unter anderem von dem griechischen Tragödiendichter Aischylos, Lyriker Friedrich Hölderlin und Klavierkabarettist Bodo Wartke. Letzterer entstaubte das Stück für das deutsche Theater. Regisseur Mathias Iffert nahm sich dem an. Mit seinem neu inszenierten Solostück, das sich durch intelligente Wortspiele auszeichnet, geht er in elf Szenen der Frage nach Bestimmung nach. Der 21-jährige Marcus Löwer schlüpft dabei in 14 verschiedene Rollen. Begleitet wird er von Musiker Bernhard Frese.
Jo Graff