
5 Gute Fischrestaurants existieren nur am Wasser. Dass diese Vermutung falsch ist, beweist das Fischrestaurant Der Butt. Wer hier einkehrt und einen Blick in die Speisekarte wirft, wird nicht nur über die vielen verschiedenen Fischgerichte, sondern auch über die Geschichte des Hauses staunen. 1842 ist das Jahr, in dem die gastronomische Tradition des Gebäudes begann. Eine Zeit, in der Kaiser Friedrich Wilhelm IV. regierte. Ein Mann, der aufgrund seiner Wohlbeleibtheit und seinem kurzen Hals nicht nur als der Butt bekannt war, sondern auch als Genießer guter Küche galt. So stellte er also den perfekten Namensgeber für das im Oktober 2001 eröffnete Restaurant dar.
Seit bereits zehn Jahren empfängt das Haus seine Gäste in einem gemütlichen Ambiente, das durch helle Farben und seinen ganz eigenen Charme besticht. Besonderer Wert wird auf die Frische und Qualität der Gerichte gelegt. So wird der Fisch regelmäßig frisch von der Ostseeküste per Shuttle in die Küche des Restaurants geliefert. Doch auch heimische Fischarten aus der Havel kommen auf die Teller. Jedoch landet Heimisches nicht nur auf dem Teller, sondern auch im Glas. So findet man auf der Karte das Mineralwasser aus der Rheinsberger Preussenquelle oder das Bier aus der Braumanufaktur Forsthaus Templin.
Bis zum ersten Advent ist im Fischrestaurant Der Butt noch Muschelsaison. Im Angebot gibt es neben Grünschalmuscheln aus Neuseeland auch Miesmuscheln aus Holland. Endet eine Saison, fängt die nächste an, denn es folgt die Karpfenzeit. Ob ganz traditionell blau oder gebraten und serviert mit Kartoffellauchgratin − hier bleibt kein kulinarischer Wunsch offen.
Julia Engel