© Stephane Le Breton
Psychische Erkrankungen zählen zu den häufigen Gründen längerer Ausfälle. Trotzdem begegnen viele Arbeitgeber Menschen nach einer beruflichen Rehabilitation mit Vorbehalten – aus Sorge um zu geringe Belastbarkeit und erneute Ausfälle. Die Erfahrung des BTZ Potsdam zeigt jedoch: Diese Sorgen sind meist unbegründet. Das BTZ unterstützt Menschen nach gesundheitlichen Krisen beim beruflichen Neustart und bereitet sie realitätsnah auf den Arbeitsmarkt vor – mit festen Strukturen, klaren Aufgaben und verbindlichen Anforderungen. Die Teilnehmenden stammen aus Verwaltung, Handwerk, Dienstleistung, Gesundheitswesen oder kaufmännischen Bereichen und verfügen oft über Ausbildung, Studium und Berufserfahrung.
Eine Reha ist kein Zeichen mangelnder Leistungsbereitschaft, sondern Ausdruck verantwortungsvollen Umgangs mit Gesundheit. Zentrales Prinzip ist Normalität: gefordert statt geschont. Im Fokus stehen Eigenverantwortung, Zuverlässigkeit, Selbstorganisation und Kommunikation. Menschen mit bewältigten psychischen Belastungen bringen häufig hohe Reflexionsfähigkeit, Stresssensibilität und Loyalität mit – Kompetenzen, die im modernen Arbeitsleben zunehmend wichtig sind.
Für Arbeitgeber heißt das: Wer Vorurteile hinterfragt, gewinnt motivierte, engagierte und verantwortungsbewusste Mitarbeitende. Berufliche Rehabilitation macht Potenziale sichtbar und nutzbar – für Unternehmen wie Gesellschaft. Z. Miteva
Berufliches Trainingszentrum (BTZ) Potsdam der FAW gGmbH, Zeppelinstr. 136, Tel. (0331) 23 73 80 11, www.faw-btz.de/btz-potsdam

