© Beate Wätze
Ein Kammerorchester, das Musik und Publikum verbindet
Im August beginnt für die Kammerakademie Potsdam ein besonderes Jubiläumsjahr: 25 Jahre KAP.
Im Jahr 2000, nach der Abwicklung der Brandenburgischen Philharmonie, gingen das Potsdamer Persius Ensemble und das Berliner Ensemble Oriol in einem neuen Kammerorchester zusammen. „Anfangs wurden wir noch sehr belächelt“, erinnert sich Gründungsmitglied Bettina Lange. „Viele glaubten nicht daran, dass wir es schaffen werden.“ Ungeachtet dieser Skepsis etablierten sich die Musiker:innen im vergangenen Vierteljahrhundert als Orchester der Landeshauptstadt. „Der Weg, den dieses Ensemble gegangen ist, ist Ausdruck der festen Überzeugung, mit Musik etwas bewegen zu können“, würdigt François Leleux, künstlerischer Leiter, die Entwicklung der KAP und freut sich, in der Jubiläumssaison mit dem Orchester den vielfältigen „Klang der Stadt“ mit künstlerischen Höhepunkten zu gestalten.
Die Saison ist zugleich Feier und Dank
Daher eröffnet das Orchester sein Jubiläum nicht nur im Konzertsaal: Am 26. August beginnt die Saison mit einer Parade durch die Potsdamer Innenstadt. Über Pop-up-Konzerte führt der Weg zur Friedenskirche, wo ein kostenfreies Überraschungskonzert folgt. Die Saisoneröffnung findet dann am 29. August im Nikolaisaal statt. Geleitet von François Leleux präsentiert die KAP ein Programm mit Meilensteinen aus der Orchestergeschichte und Werken, die das Saisonmotto „Résistance“ – Kunst als Form des Widerstandes – aufgreifen. Neben Maximilian Hornung am Cello wird auch Leleux erneut als Solist an der Oboe zu erleben sein. Abgeschlossen wird die Woche mit dem Familiensonntag unter dem Titel „Fiesta!“ am 30. August. Gemeinsam mit dem Nikolaisaal lädt die KAP zu einem bunten Familientag ein: mit musikalischen Aktionen, Mitmachangeboten und Einblicken hinter die Kulissen der Orchesterfamilie.
Die KAP im September
Am 10. September ermöglicht die Reihe „Heimspiel“ ein Konzert an einem unerwarteten Ort der Stadt, bevor ein Debüt ansteht: Am 19. September ist die Dirigentin Ustina Dubitsky erstmals in Potsdam zu erleben.
Zunächst leitet sie das Familien-Sinfoniekonzert „Es werde Licht! – eine musikalische Suche auf den Spuren Beethovens“. Am Abend wird sie dann das Sinfoniekonzert „Metamorphosen“ dirigieren und kammermusikalisch anmutende Momente mit markanten Orchesterklängen kombinieren. Der Musikalische Salon „Amerikanische Gesänge“ widmet sich am 24. September vollständig Kammermusiken von Dvořák und Barber, bevor das Orchester im Oktober zu einer China-Tournee mit dem Geiger Ning Feng aufbricht.
So entsteht ein Programm, das neue Begegnungen zwischen Publikum und Musik ermöglicht. M. Thiele
Kammerakademie Potsdam, Wilhelm-Staab-Str. 11, www.kammerakademie-potsdam.de



