© Frank Daenzer
Wie soll Potsdam die verfügbaren Haushaltsmittel künftig einsetzen? Welche Projekte sollen Vorrang haben und wo können zusätzliche Einnahmen erzielt oder Ausgaben gesenkt werden? Darüber könnt ihr ab dem 7. September beim Potsdamer Bürgerhaushalt 2027/28 mitentscheiden. Insgesamt stehen 40 Vorschläge aus der Stadtgesellschaft zur Auswahl.
Die Themen reichen von günstigeren Preisen für Bus und Bahn über mehr Bäume und Begrünung am Alten Markt und im Landtagsumfeld bis zur besseren Finanzierung von Sportvereinen sowie der Kinder- und Jugendarbeit. Zur Wahl stehen außerdem der Ausbau sicherer Geh- und Radwege, zusätzliche Trinkwasserbrunnen und öffentliche Toiletten, die Modernisierung des Bürgertreffs und der Bibliothek Waldstadt sowie der Erhalt des Rechenzentrums an der Breiten Straße. Weitere Vorschläge betreffen die Aufwertung des Platzes der Einheit oder feste Abstellflächen für E-Roller.
Auf der Finanzierungsseite geht es unter anderem um Einsparungen bei der Stadtbeleuchtung, eine effizientere Verwaltung, höhere Einnahmen aus Parkgebühren sowie der Zweitwohnungs- und Vergnügungssteuer oder eine stärkere Beteiligung des Tourismus an den städtischen Kosten.
Teilnehmen können alle mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Potsdam. In den zwei Kategorien „Ausgaben“ und „Finanzierung“ können jeweils bis zu fünf Punkte vergeben werden. Die 20 Vorschläge mit den meisten Punkten werden anschließend gemeinsam mit dem Entwurf des Doppelhaushalts 2027/28 an die Stadtverordnetenversammlung übergeben und dort final beraten. Schon die erste Beteiligungsphase zeigt, das Interesse ist groß: Rund 2.200 Menschen brachten 707 Ideen ein: Online, per Post, im „Dialog-Raum-Haushalt“, an Infoständen oder im Bildungsforum am Platz der Einheit. Die Ideen wurden rund 600-mal kommentiert und bei der Vorauswahl über 25.700-mal unterstützt.
Bürgermeister und Kämmerer Burkhard Exner ruft zur Teilnahme auf: „Der Bürgerhaushalt lebt vom Mitmachen. Die vielen Hinweise zeigen, was den Menschen wichtig ist. Jetzt sind wieder alle Potsdamerinnen und Potsdamer eingeladen, darüber abzustimmen, welche Ideen mit dem Entwurf des Doppelhaushalts 2027/28 diskutiert werden.“
Mitmachen lohnt sich: Vorschläge aus früheren Bürgerhaushalten wurden bereits umgesetzt. Dazu gehören unter anderem die Sanierung des Kulturhauses Babelsberg und der Potsdamer Straße, der Bau und die Sanierung von Sportanlagen sowie konkrete Maßnahmen für mehr Sauberkeit in der Stadt. Auch diesmal können alle, die in Potsdam wohnen, wieder mitentscheiden, welche Ideen aus der Stadtgesellschaft in die Beratungen zum Doppelhaushalt 2027/28 einfließen. K. Jung
Mitmachen und abstimmen unter: www.Potsdam.de/Buergerhaushalt



