© LH Potsdam / Frank Daenzer; Karoline Wolf
Noch bis 3. Juli können wieder Vorschläge zu den Stadtfinanzen eingereicht werden. Gefragt ist, was besser geht. Wo müsste die Stadt zukünftig mehr Geld einsetzen und in welchen Bereichen sollte gespart oder mehr eingenommen werden? Für eure Ideen könnt ihr die Beteiligungsplattform mitgestalten.potsdam.de nutzen. Dort können alle Hinweise nachgelesen und abgestimmt werden.
Was ist euch wichtig?
Liegen euch kulturelle Projekte besonders am Herzen? Sollten zusätzliche Sportplätze gebaut oder saniert werden? Bringt eure Hinweise zu Straßen, Sauberkeit oder zur Grünpflege ein. Sagt, welche Angebote die Stadt zukünftig finanzieren muss, beispielsweise bei Kultur oder in der Bildung. Könnte die Stadt mehr beim Klimaschutz tun, Flächen für junge Menschen oder Senioren schaffen oder vielleicht auch bestimmte Angebote streichen?
Sagt eure Meinung
Ziel des Bürgerhaushalts ist es, bis zum Ende des Jahres eine Auswahl der 20 wichtigsten Wünsche für die Stadtfinanzen zu ermitteln. Diese werden dann der Stadtverordnetenversammlung zur Entscheidung übergeben und können dann Eingang in den nächsten Potsdamer Doppelhaushalt 2027/28 finden.
Jede Stimme zählt
„Auch in diesem Jahr hängen die Bedeutung und der Einfluss des Bürgerhaushalts wieder von der Mitwirkung möglichst vieler ab. Nutzen Sie diesen Dialog. Teilhabe und Beteiligung sind wesentliche Pfeiler unserer Demokratie. Bringen Sie sich ein.“ sagt Oberbürgermeisterin Noosha Aubel und Dr. Hagen Wegewitz, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, ergänzt: „Wenn sich wieder viele Menschen einbringen, machen sie den Bürgerhaushalt in Potsdam zu dem, was er sein soll – ein Beitrag für die gemeinsame Gestaltung unserer Stadt.“
Offenes Dialog-Angebot trotz angespannter Finanzen
Burkhard Exner (Foto rechts), Beigeordneter für Finanzen, beschreibt Potsdams derzeitige Haushaltslage so: „Für 2026 plant die Stadt mit laufenden Aufwendungen von rund 1,15 Milliarden Euro sowie einem Defizit von rund 33,4 Millionen. Ein Haushaltsausgleich wird erst ab 2028 wieder erreicht. Wir leben derzeit von der Substanz und müssen sehr aufpassen, dass wir nicht ins Schleudern geraten. Darum ist konsequente Konsolidierung jetzt eine unserer Kernaufgaben. Wir wollen Bestehendes möglichst erhalten. Es geht nicht um pauschale Kürzungen, sondern zielgerichtete Konsolidierung. Wir setzen auf klüger und besser. Wenn wir nicht gegensteuern, droht eine dauerhafte „Schräglage“. Dann entscheiden andere über unsere Finanzen und damit unsere Entwicklung. Die Kommunalaufsicht würde uns strikte Auflagen erteilen oder auch Investitionen untersagen. Das bedeutet: weniger Spielraum, weniger Projekte, weniger Gestaltung. Diesen Punkt wollen wir nicht erreichen.“ Trotz der angespannten Lage betont Exner aber auch: „Viele gute Vorschläge kommen direkt von den Menschen vor Ort. Die letzten Jahre haben gezeigt, wie sinnvoll es ist, frühzeitig alle einzubeziehen. Nur gemeinsam können wir die kommenden Herausforderungen meistern. Ich glaube fest daran: Wenn wir jetzt zusammenstehen und klug handeln, bleibt Potsdam auch in Zukunft handlungsfähig und lebenswert.“
Mitreden lohnt sich
Dass es was bringt, aktiv mitzumachen, zeigen erfolgreiche Ideen der Vorjahre. So wurden unter anderem das Kulturhaus Babelsberg renoviert und die Sanierung des Hockeyplatzes in der Templiner Straße realisiert. Daneben war die Sonntagsöffnung der Stadt- und Landesbibliothek Thema. Aber auch Vorschläge zur Finanzierung gab es, beispielweise zur Einführung einer Verpackungssteuer oder zur Erhöhung der Parkgebühren.
Mitmachen unter: Potsdam.de/Buergerhaushalt

