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20 Jahre Renaissance der Villa Feodora
Potsdam lebt von seinen Geschichten, von seinen versteckten Perlen und von Menschen, die historischen Gemäuern neues Leben einhauchen. Eine dieser Perlen steht im historischen Bornstedt am Schulplatz: Die Villa Feodora. Zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals feiert das prachtvolle Ensemble ein Jubiläum.
Vor genau 20 Jahren übernahm der heutige Betreiber Martin-Max Zühlke das Haus und rettete es nach langem Dornröschenschlaf vor dem Verfall. Wer heute durch die restaurierten Räume geht, spürt den Geist zwischen Historie, aufwendigem Handwerk und lebendiger Gegenwart. Die Wurzeln des Hauses reichen zurück ins Jahr 1912. Errichtet im englischen Cottagestil, wurde das Anwesen 1913 als „Prinzeß Feodora Jugendheim“ geweiht, benannt nach Prinzessin Feodora von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, der jüngsten Schwester der letzten deutschen Kaiserin Auguste Victoria. Es diente über Jahrzehnte der Bornstedter Gemeinschaft, unter anderem als Treffpunkt und Schulsporthalle.
Doch der Name der Prinzessin ist auch weltberühmt: Anfang des 20. Jahrhunderts erhielt eine Tangermünder Zuckerfabrik die königliche Erlaubnis, eine neu entwickelte Schokolade nach Feodora zu benennen sowie ihr Wappen und ihre Unterschrift zu tragen. Bis heute steht die Marke für meisterhafte Chocolatier-Kunst.
Vom Verfall zur Event-Oase
Nachdem der Turnbetrieb Ende der 1990er Jahre eingestellt wurde, stand das Denkmal jahrelang leer und verfiel. 2006 begann mit der Übernahme durch Martin-Max Zühlke die große Wende. In mehreren 10.000 Stunden Eigenleistung und mit privaten Mitteln verwandelte er mit seinem Team das Areal in eine der charmantesten Event-Locations Potsdams. Wo einst Sport getrieben wurde, befinden sich heute ein stilvoller Festsaal und ein weitläufiger Garten für Hochzeiten, Kulturveranstaltungen und Firmenfeste. Martin-Max Zühlke blickt zurück: „Als wir 2006 starteten, war uns wichtig, dem ehemaligen Jugendheim seine Seele zurückzugeben. Zum Jubiläum lassen wir diese Geschichte wieder aufleben. Der Tag des offenen Denkmals ist der perfekte Anlass, diesen Weg gemeinsam mit den Potsdamerinnen und Potsdamern zu feiern und mich persönlich bei allen Wegbegleitern zu bedanken.“
Tag des offenen Denkmals
Zum 20. Jubiläum öffnet das Team von Feodora Entertainment die Villa zum gemeinsamen Zurückblicken mit Live-Musik, Grill und einem Festvortrag von Autor Thomas Weiberg. Denn: Zum Anlass erscheint im Gut Gemacht Verlag die neue Auflage des Buches „Nach Sternen jagen… Ein Leben als Schwester der deutschen Kaiserin“ von Thomas Weiberg und Martin-Max Zühlke mit Werken der Prinzessin und einem Auszug aus der Geschichte der Villa Feodora. F. Brinkmann
Eventlocation Villa Feodora, Schulplatz 7, Tel: 0179 6866989, events@feodora1912.de, www.feodora1912.de



