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Neuanfang für die Landeshauptstadt
Am 21. September 2025 steht Potsdam eine spannende Entscheidung bevor: Wer wird neuer Oberbürgermeister oder neue Oberbürgermeisterin der Stadt? Sieben Kandidat:innen hat der Wahlausschuss der Landeshauptstadt offiziell zugelassen – und damit den Startschuss für einen Wahlkampf gegeben, der alles andere als gewöhnlich ist.
Ein Wahlkampf nach turbulenter Amtszeit
Alles begann mit einem freigegebenen Fußballplatz. Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) hatte im Frühjahr 2024 den Rasen eines Sportplatzes trotz Sperrung zur Nutzung freigegeben – ein Schritt, der zunächst für große Aufregung sorgte. Ein anonymer Anzeigensteller sprach gar von einem Schaden in Höhe von 450.000 Euro. Zwar stellte sich dieser Vorwurf später als haltlos heraus, doch die Diskussion um Schuberts Nähe zu Sportvereinen war damit entfacht – und sollte in den folgenden Monaten weiter eskalieren. Schubert geriet zunehmend in die Kritik: kostenlose VIP-Tickets, mögliche Vorteilsannahme, Ermittlungen der Staatsanwaltschaft – und schließlich ein Vertrauensverlust, der in der Stadtverordnetenversammlung spürbar wurde. Nach mehreren gescheiterten Anläufen kam es im Mai 2025 zum Bürgerentscheid. 36 228 Potsdamer:innen stimmten für seine Abwahl – nur 464 Stimmen mehr als nötig. Schubert nahm das Ergebnis mit Fassung, sprach von einem demokratischen Prozess. Doch fest steht: Potsdam braucht ein neues Stadtoberhaupt.
Die Kandidatinnen und Kandidaten
Jetzt beginnt der Blick nach vorn. Sieben Politiker:innen wollen Schuberts Nachfolge antreten: Severin Fischer (SPD), Clemens Viehrig (CDU), Chaled-Uwe Said (AfD), Dirk Harder (Die Linke), Dr. Michael Reichert (BVB/FREIE WÄHLER), Alexander D. Wietschel (Die PARTEI) und Noosha Aubel (parteilos). Die Reihenfolge auf dem Stimmzettel richtet sich nach den Ergebnissen der letzten Kommunalwahl – Einzelbewerbungen werden alphabetisch aufgeführt.
Rund 143 000 wahlberechtigte Potsdamer:innen sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Sollte keiner im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichen, kommt es am 12. Oktober zur Stichwahl der beiden Bestplatzierten.
Deine Stimme zählt!
Die kommende Wahl ist mehr als nur ein regulärer Wechsel an der Stadtspitze. Sie ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung um Verantwortung, Vertrauen und politische Integrität. Es liegt nun in der Hand der Potsdamer:innen, die Weichen neu zu stellen – für frischen Wind, neue Ideen und eine klare Richtung für die kommenden Jahre. Egal, ob Du per Briefwahl abstimmen oder am 21. September ins Wahllokal gehst – mach mit. Denn die Zukunft Potsdams beginnt mit unserer Entscheidung.
D. Stabenow
Oberbürgermeister:in-Wahl 2025, 21.09., www.potsdam.de/de/oberbuergermeisterwahl
