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Ein Ort mit echter Wertschätzung
Im Alter von nur sechs Wochen hatte Lara-Sophie Bielke einen Schlaganfall. Seither ist ihre linke Hand eingeschränkt und ihre Sprache leicht undeutlich. Doch die 21-jährige Wahl-Potsdamerin lässt sich nicht aufhalten. Nach dem Fachabi stand für sie fest: „Ich will auch helfen“ – so wie ihr früher Ärzt:innen und Therapeut:innen halfen. Heute betreut sie Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung in einer Wohnstätte des Oberlinhauses in Babelsberg und ist im 3. Jahr ihrer berufsbegleitenden Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin (HEP). „In der Wohnstätte ist es wie zu Hause“, sagt Lara und berichtet über ihren Arbeitsalltag: Morgens weckt sie die Kinder, frühstückt mit ihnen und bringt sie zur Schule.
Danach erledigt sie Büroarbeit oder unterstützt die Tagesförderung im selben Haus. Hier werden Menschen mit Beeinträchtigung abwechslungsreiche Beschäftigungen geboten – basteln, Musik machen, Entspannungsübungen. Nachmittags wird mit den Kindern gespielt, am liebsten draußen. „Unser Sinnesgarten lädt zum Riechen und Entdecken ein“, schwärmt Lara. Auch herausfordernde Momente gehören dazu: „Jedes Kind hat einen starken Charakter“, sagt sie. „In der Ausbildung lernen wir aber, Konflikte professionell zu lösen.“ Lara erhält viel zurück: ein Gehalt, das ihr bereits während der Ausbildung finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht, und vor allem Wertschätzung – besonders von den Kindern. „Ich freue mich jeden Tag, wenn sie angerannt kommen und mich umarmen.“ L. Müller
Oberlinhaus, Rudolf-Breitscheid-Str. 24, Tel. (0331) 763-5228, Weitere Infos unter www.werde-oberliner.de

