Pressefoto
Der Alte Stadtwächter ist zurück und mit ihm ein Stück Potsdamer Gastronomiegeschichte. Nach bewegten Monaten hat das traditionsreiche Restaurant am Luisenplatz unter neuer Leitung wieder eröffnet.
Mit den erfahrenen Gastronomen Andreas Speich und Yvonne Gruhn als Inhaber:innen sowie Karsten Schork als Betriebsleiter übernehmen drei leidenschaftliche Gastgeber:innen das Zepter. Man spürt sofort: Hier geht es nicht nur um einen Neustart, sondern um echtes Herzblut. „Wir wollten diesen Ort nicht einfach übernehmen, sondern weiterentwickeln, mit Respekt vor dem, was hier über 30 Jahre gewachsen ist“, sagt Yvonne Gruhn. Gemeinsam hat das neue Team viel Zeit und Energie investiert, um dem Stadtwächter eine neue Handschrift zu geben, ohne seine Wurzeln zu verlieren.
Logenplatz im Biergarten
Wer also Lust auf ein perfekt gezapftes Oberbräu und saisonale deutsche Küche hat, sollte den Weg zur Schopenhauerstraße wieder einschlagen. „Uns war wichtig, dass sich die Gäste weiterhin wie zu Hause fühlen“, so Andreas Speich. Gleichzeitig setzen sie auf frische Impulse: die überarbeitete Speisekarte ist kleiner und hochwertiger, zudem lockt das modernisierte Ambiente, das zwar den Charme des rustikalen Fachwerkbaus erhält, dennoch deutlich frischer und aufgeräumter wirkt. Natürlich gehört auch der Biergarten wieder dazu – hier wird es im Sommer viele Gelegenheiten zum Verweilen geben, unter anderem auch während der WM. „Wir freuen uns, dann Public Viewing unter freiem Himmel veranstalten zu können.“
Einzigartiges Zapf-Erlebnis
Ein echtes Alleinstellungsmerkmal in Potsdam ist die neue Bier-Tankanlage, die noch im Frühjahr einzieht: Drei mächtige Tanks werden an einer Wand untereinander installiert und fassen insgesamt 1500 Liter Gerstensaft. Das Besondere daran ist nicht nur die Optik, sondern das Verfahren: Das Bier wird direkt vom Laster in die Tanks gepumpt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fässern kommt dieses System ohne zugesetzte Kohlensäure aus. Der natürliche Gärprozess sorgt für eine Spritzigkeit, die Kenner als deutlich „süffiger“ und verträglicher beschreiben. „Für Biertrinker ist das etwas ganz Besonderes“, schwärmt Yvonne Gruhn. „Es ist das frischeste Bier, das Gäste in Potsdam bekommen können.“
Die ersten Reaktionen der Besucher zeigen: Viele freuen sich über die Rückkehr ihres vertrauten Lokals und sind neugierig auf die Veränderungen. „Wir wollen ein Ort sein, an dem sich alte Stammgäste genauso wohlfühlen wie neue Besucher:innen“, so Speich.
Der Alte Stadtwächter bleibt damit, was er immer war: ein Stück Potsdam. Nur mit einem frischen Kapitel – und bald mit einem ganz besonderen Biererlebnis. F. Brinkmann
Restaurant „Alter Stadtwächter“, Schopenhauerstraße 33, Mo–Di geschlossen, Mi–Do, So 12–22 Uhr, Fr–Sa 12–24 Uhr, Tel. (0331) 74 89 98 74, www.alter-stadtwaechter.com


