©LWV-Archiv, K12 Nr. 1824, Gedenkstätte Hadamar
Die Wanderausstellung „gefährdet leben“ beleuchtet die vielschichtigen und ambivalenten Lebensgeschichten queerer Menschen im Nationalsozialismus (1933–1945). Anhand von Dokumenten, Fotografien, Grafiken und Zitaten – darunter auch bislang unveröffentlichtes Material – eröffnet die Ausstellung einen eindrucksvollen Einblick in individuelle Biografien und aktuelle Forschungsperspektiven. Sie zeigt, wie queere Lebenswelten systematisch zerstört, Menschen ausgegrenzt und verfolgt wurden.
Gleichzeitig wird deutlich, dass selbst unter Repression Handlungsspielräume bestanden: Die Ausstellung erzählt auch von Selbstbehauptung, Widerstand und dem Ringen um Würde. In fünf Themenbereichen beleuchtet sie Zerstörung und Ausgrenzung, Verfolgung, Alltagserfahrungen, Haftorte sowie die Situation nach 1945, in der Diskriminierung fortbestand, aber auch neue Freiräume entstanden. Die Ausstellung ist damit ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung – und eine Einladung, queere Geschichte differenziert zu betrachten. R. Schuster
Ausstellung „Gefährdet leben“, 13.–31.05., Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte, Eintritt frei, www.brandenburg.museum


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