© Thomas M. Jauk
Eine kleine, wild entschlossene Theatertruppe hat den verwegenen Plan, das Meisterwerk „Die Zauberflöte“ auf ihre Bühne zu bringen: mit wenig Geld und Personal, dafür aber mit viel Fantasie, Spielwitz, Improvisationsgeschick und einer ganz eigenen Musikalität. So befreit das Ensemble die etwas angestaubten Opernfiguren frech von falschem Pathos – und es begegnen uns Menschen mit heutigen Sehnsüchten und Nöten, die gleichwohl ihre märchenhafte Aura bewahren: der gutmütige, aber leicht rührselig verpeilte Prinz Tamino voll Verlangen nach großen Gefühlen. Sein lebenslustiger, impulsgesteuerter Vogel-Freund Papageno, der seine Emotionen nicht auf die Reihe kriegt. Die resolute, leidenschaftlich liebende und zugleich in ihrer Seele verwirrte Pamina, die ein Problem mit ihrer Mutter hat. Der selbstgewisse Fürst Sarastro und die wütende, in ihrem Herzen tief gekränkte Königin der Nacht, die beide ihre Machtkämpfe auf dem Rücken der jungen Generation austragen. Diese innerlich einsamen Figuren suchen in einer bedrohlichen Außenwelt nach Liebe. Getragen von herzbewegender Musik bewältigen sie den Balanceakt zwischen Komik und Tragik spielend. R. Schuster
Die Zauberflöte – The Opera But Not The Opera, Premiere 14.03., 19:30 Uhr, 19.03., 19:30 Uhr, Hans Otto Theater, Eintritt: ab 26 Euro, www.hansottotheater.de

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