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generation 1975
Was bedeutet es, mit 14 Jahren die Wiedervereinigung mitzuerleben? In der Videoinstallation „Generation 1975. Mit 14 ins neue Deutschland“ erzählen ab dem 3. Oktober neun Menschen aus Brandenburg, Baden-Württemberg, Ost- und Westberlin von ihren persönlichen Erfahrungen mit der Teilung, dem Mauerfall und dem Neubeginn in einem vereinten Deutschland. Die „Generation 1975“ zeigt Zeitzeug:innen, die zum Zeitpunkt des Mauerfalls 14 Jahre alt waren – ein Alter, in dem erste politische, moralische und soziale Überzeugungen entwickelt werden und große gesellschaftliche „Narrative“ Einfluss auf die Identitätsentwicklung nehmen. Sie waren alt genug, um die Welt aufmerksam zu beobachten, und jung genug, um noch nicht festgelegt zu sein. Welche Chancen eröffneten sich plötzlich und welche vertrauten Sicherheiten gingen verloren? Wie veränderten Herkunft, Prägungen und Möglichkeiten aus Ost oder West den Blick auf das neue Land? Und inwiefern haben diese unterschiedlichen Startpunkte den weiteren Lebensweg geprägt? Besucher:innen erwarten ein 55-minütiger Themenfilm sowie vertiefende Einzelinterviews. Im Raum stehen sie den porträtierten Personen direkt gegenüber und erleben das Thema Transformation als multiperspektivische, biografische Erzählung. Die Installation vermittelt persönliche Erfahrungen, die sich in den gesamtgesellschaftlichen Debatten bis heute widerspiegeln. Chancen, Brüche und Verluste des Zusammenwachsens werden durch die Zeitzeug:innenberichte auf eindrucksvolle Weise erfahrbar. K. Jung
Generation 1975, 03.10.2025–22.03.2026, Brandenburg Museum, Am Neuen Markt 9, www.brandenburg.museum

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