© Radio Eins
Das Festival erzählt vergessene Geschichten und zeigt unterschiedliche Positionen jüdischer Filmschaffender. Gemeinsam wird die Erinnerung an die Shoa wachgehalten und ein klares Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt.
17:00 Holofiction, Thalia
17:00 Swedishkayt: Yidlife Crisis in Stockholm, Filmmuseum
17:15 Mariana's Room, Thalia
19:00 A Goodnight Kiss, Filmmuseum
19:30 Andor Hirsch, Thalia
20:15 The Stamp Thief, Thalia
Das 32. Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg (JFBB) präsentiert ein vielseitiges Programm mit 60 Filmen aus 22 Ländern. Mit internationalen Gästen und zahlreichen Gesprächen schafft das Festival Raum für Austausch und neue Perspektiven. Im Zentrum stehen die Wettbewerbe für Spiel- und Dokumentarfilm, die zeigen, wie vielfältig jüdische Lebensrealitäten zwischen persönlicher Intimität, historischer Erinnerung und politischer Gegenwart erzählt werden. Zu den bemerkenswerten Beiträgen zählt „Negative Capability“, der mit trockenem Humor die Sinnsuche eines Literaturdozenten in der Midlife-Crisis schildert. Zwischen gescheiterter Ehe und beruflicher Unsicherheit entfaltet sich ein präzises Porträt moderner Orientierungslosigkeit. Einen politischeren Ton schlägt „The Sea“ an: Die Geschichte eines palästinensischen Schülers, der nach einer Kontrolle allein durch Israel irrt, verbindet individuelle Erfahrung mit den Spannungen des Alltags. Ergänzt wird das Programm durch Reihen wie „Kino Fermished“, die Klassiker und aktuelle Arbeiten zusammenführt, sowie durch die Kurzfilmsektion, die experimentelle und überraschende Positionen zeigt. Das diesjährige Artwork rückt Drehbuchautorin Maria Schrader in den Mittelpunkt. Das JFBB versteht sich zugleich als wichtige Plattform, die Erinnerung wachhält und ein klares Zeichen gegen Antisemitismus setzt. A. Schicketanz
32. Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg, 05.–10.05., Thalia Kino und im Filmmuseum Potsdam, weitere Infos www.jfbb.info

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