© Dieter Drewitz
35 tag der deutschen einheit
Seit 35 Jahren engagieren sich ehemalige Inhaftierte für die Gedenkstätte Lindenstraße und halten Haftschicksale in Erinnerung, wie beispielsweise Eike Radewahn. Sie war nach einem gescheiterten Fluchtversuch in mehreren Gefängnissen inhaftiert. Als Highlight gibt sie am Tag der offenen Tür in der Gedenkstätte Lindenstraße um 15 Uhr Einblick in ihre Hafterfahrungen sowie ihren Einsatz für die Diktaturaufarbeitung. Um 10 Uhr können Besuchende an einer Sonderführung zum Thema NS-Justiz oder an einer inklusiven Tastführung durch die Gedenkstätte teilnehmen. Jeweils zur vollen Stunde zwischen 11 und 17 Uhr geben die beiden Kurator:innen der neuen Sonderausstellung „Das graue Elend von Potsdam“ einen Einblick in die sowjetische Nutzungsphase des Justiz- und Haftortes Lindenstraße. Einen allgemeineren Überblick bieten stündliche Kurzführungen, ausgerichtet auf die NS-Zeit 1933–1945, in der das Haus ein Gefängnis für politisch und rassistisch Verfolgte sowie ab 1934 Sitz eines Erbgesundheitsgerichts war, sowie auf den Zeitraum 1952–1989, als das Haus als Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit diente. G. Weber
Tag der offenen Tür zum 35. Tag der Deutschen Einheit, 03.10., 10–18 Uhr, Gedenkstätte Lindenstraße, Eintritt: frei
