© L. Tanzyna
Die mythenbildende Sphäre der eigenen Kindheit ist Gegenstand des Figurentheaters „Theater des Lachens“ nach dem Roman „Die Zimtläden“ von Bruno Schulz, einem Klassiker der polnischen Literatur. Die Kindheit kennt keine Grenzen zwischen Traum und Realität, zwischen Wunsch und Erfüllung. Mit seinen atmosphärischen Erzählungen von den Zimtläden schrieb Bruno Schulz sich an die Spitze der Weltliteratur. Die fantastischen, grotesken Elemente und die Überhöhung ins Traumhafte entführen das Publikum in magische Tiefen und lassen Schein und Wirklichkeit verschwimmen. Der Vater, der sich erst in einen Vogel und dann in diverse andere Dinge verwandelt, bevor er schrumpft, immer kleiner wird und ganz verschwindet, ist eine der wunderbarsten Metamorphosen in der Literatur des 20. Jahrhunderts. In Frankfurt (Oder) als kleines Theater 1992 gegründet, nennt es sich seit 1995 Theater des Lachens. Das Programm reicht von Märchen über Gegenwartsliteratur bis hin zu Inszenierungen für Jugendliche und Erwachsene. Dabei kommt die handwerkliche Spannbreite von Marionetten-, Stab- und Handpuppenspiel bis hin zu Schauspiel-, Objekt- und modernem Musiktheater zum Einsatz. R. Schuster
Republik der Träume, 17.04., 20 Uhr, T-Werk, Eintritt: 21 Euro, erm. 14 Euro, www.t-werk.de

Google
Yahoo
Outlook
ical